Alkoholkontrolle durch Polizei

Alcotest und Blutprobe  – Sie müssen gar nichts!

Sollten Sie in eine Alkoholkontrolle der Polizei geraten und sind Sie sich sicher zuviel getrunken zu haben (1,1 Promille), so sollten Sie unbedingt einen Alcotest (Blasen) ablehnen. Sie sind weder verpflichtet einen Alcotest abzugeben, noch müssen Sie freiwillig einer Blutprobe zustimmen. Eine Blutprobe kann bei Gefahr im Verzug zwar durch die Beamten angeordnet werden.

Nachdem Sie einen Alcotest (meist Draeger-Test) abgelehnt haben, wird man Sie auf ein Polizeirevier oder in ein Krankenhaus verbringen, wo Ihnen durch einen Arzt – und zwar nur durch einen solchen – Blut entnommen wird. Widersprechen Sie unbedingt der Durchführung der Blutprobe und lassen Sie den Widerspruch durch die Polizei protokollieren. Ein Widerspruch genügt; zur Vermeidung von Schmerzen müssen Sie sich nicht körperlich wehren.

In den meisten Fällen zu Nachtzeiten wird die Polizei keinen richterlichen Beschluß beantragen und automatisch von Gefahr im Verzug ausgehen. Hier entsteht dann der erste Ansatzpunkt für die Verteidigung im späteren Verfahren. Sollte die Polizei fehlerhaft Gefahr im Verzug bejaht haben, so darf das Ergebnis der Blutprobe nicht verwertet werden, wenn dagegen Widerspruch eingelegt wird.

Verlangen Sie noch vor der Zwangsmaßnahme anwaltliche Hilfe. Für solche Fälle habe ich einen anwaltlichen Notruf installiert.