alkoholbedingte Fahruntüchtigkeit

Einige Promille-Grenzen, die Sie vor Fahrantritt kennen sollten.

Nur ein einziger Promille-Wert ist in § 24a STVG (Straßenverkehrsgesetz) gesetzlich geregelt. Nach dieser Vorschrift handelt ordnungswidrig, wer im Straßenverkehr ein Kraftfahrzeug führt, obwohl er 0,25 mg/l oder mehr Alkohol in der Atemluft oder 0,5 Promille oder mehr Alkohol im Blut oder eine Alkoholmenge im Körper hat, die zu einer solchen Atem- oder Blutalkoholkonzentration führt. Eine solche Ordnungswidrigkeit wird mit empfindlichen Bußgeldern bis zu € 3.000 (meist € 500), 4 Punkten und 1 Monat Fahrverbot geahndet. Die Grenze für Ordnungswidrigkeiten liegt derzeit bei 1,09 Promille, wenn kein Fahrfehler dazukommt.

Ab einer Blut-Alkohol-Konzentration (BAK) von 1,1 Promille spricht man von absoluter Fahruntüchtigkeit. Das Führen eines Kraftfahrzeugs stellt dann eine Straftat (Trunkenheitsfahrt) dar. Strafbar gem. § 316 StGB macht sich aber auch, wer eine BAK von 0,3 – 1,09 Promille hat und gleichzeitig einen Fahrfehler begeht (Schlangenlinien).

Wird man mit 1,6 Promille oder mehr erwischt, dann droht eine medizinisch-psychologische-Untersuchung (MPU oder Idiotentest), die sehr teuer, langwierig und schwierig ist.

Regelmäßig wird bei einer Trunkenheitsfahrt auch die Fahrerlaubnis entzogen. Das bedeutet nicht etwa ein Fahrverbot, sondern den endgültigen Entzug der Fahrerlaubnis. Man wird so gestellt, als ob man noch nie den Führerschein gehabt hätte.

Übrigens: 0,25 mg/l Atemalkohol entsprechen ungefähr 0,5 Promille. Als groben Anhaltspunkt läßt sich das Ergebnis des Alcotest verdoppeln und man kommt auf den Promillewert.