Untreueverfahren gegen Bankmitarbeiter eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Baden-Baden hat das Ermittlungsverfahren gegen einen ehemaligen Bankmitarbeiter wegen des Verdachts der Untreue eingestellt. Ihm wurde vorgeworfen, eine Kundin über längere Zeit um mehr als € 300.000 geschädigt zu haben.

Durch die Strafanzeige eines anwaltlichen Vertreters verlor der leitende Angestellte seinen Job bei der Bank und sah sich Schadensersatzforderungen in entsprechender Höhe ausgesetzt. Durch das Aufdecken eklatanter Lücken in der Beweisführung konnte das Verfahren aber jetzt beendet werden. Es stellte sich heraus, daß die Kundin – eine betagte Dame – vorschnell den Verdacht in die Richtung meines Mandanten gelenkt hatte. Viele ihrer Angaben konnten entweder nicht bestätigt werden oder es gelang, das Gegenteil darzulegen.

Am Ende ist die Freude über das eingestellte Verfahren natürlich groß; wenn auch beim Mandanten ein bitterer Nachgeschmack bleiben dürfte. Er stand anderthalb Jahre unter Streß, verlor seinen Job bei der Bank. Am Ende steht ein richtiges Ergebnis.

 

AG Baden-Baden: Täter-Opfer-Ausgleich führt zu milder Bewährungsstrafe

In einem Verfahren wegen des Verdachts des sexuellen Mißbrauchs Widerstandsunfähiger hat das Schöffengericht Baden-Baden den Mandanten zu einem Jahr Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. In diesem Falle konnte eine milde Bestrafung als ausreichend angesehen werden, nachdem der Angeklagte sich um außergerichtliche Wiedergutmachung mit dem Tatopfer bemüht hatte. Auch die Zeugin sah die Tatfolgen als wiedergutgemacht an. Das Gericht folgte somit dem Antrag der Verteidigung, das Urteil ist rechtskräftig.

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